{"id":5101,"date":"2019-03-05T19:43:19","date_gmt":"2019-03-05T18:43:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/?p=5101"},"modified":"2019-03-06T09:42:40","modified_gmt":"2019-03-06T08:42:40","slug":"neues-zu-nachvertraglichen-wettbewerbsverboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/2019\/03\/05\/neues-zu-nachvertraglichen-wettbewerbsverboten\/","title":{"rendered":"Neues zu nachvertraglichen Wettbewerbsverboten"},"content":{"rendered":"<p>Einem Hinweisbeschluss des OLG M\u00fcnchen zufolge sind viele nachvertragliche Wettbewerbsverbote mit Fremdgesch\u00e4ftsf\u00fchrern <strong>unwirksam <\/strong>(OLG M\u00fcnchen vom 2.8.2018 \u2013 7 U 2107\/18, <em>ArbRB online<\/em>). Die verbreitet empfohlene (und verwendete) Formulierung, wonach der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer verpflichtet ist, f\u00fcr eine bestimmte Dauer nach Beendigung des Anstellungsverh\u00e4ltnisses <strong>&#8222;weder in selbstst\u00e4ndiger noch unselbstst\u00e4ndiger Stellung oder in sonstiger Weise&#8220;<\/strong> f\u00fcr ein Konkurrenzunternehmen der Gesellschaft t\u00e4tig zu werden, sei <strong>zu weit<\/strong> gefasst und damit unwirksam. Denn davon werde auch die T\u00e4tigkeit als Hausmeister f\u00fcr ein Konkurrenzunternehmen erfasst. Die zu weite Formulierung k\u00f6nne nicht auf ein zul\u00e4ssiges Ma\u00df reduziert werden und werde auch nicht durch eine salvatorische Klausel gerettet, weil diese gegen das Transparenzgebot des \u00a7 305 c Abs. 2 BGB versto\u00dfe. Auch die H\u00f6he einer zugesagten Karenzentsch\u00e4digung k\u00f6nne nicht im Rahmen einer Abw\u00e4gung ber\u00fccksichtigt werden. Mit dieser Begr\u00fcndung hat das OLG eine die Unwirksamkeit des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots feststellende einstweilige Verf\u00fcgung des Landgerichts M\u00fcnchen best\u00e4tigt (Beschluss vom 6.9.2018 &#8211; 7 U 2107\/18).<\/p>\n<p>Das BAG hat einen in einem Arbeitsvertrag enthaltenen <strong>Vorvertrag<\/strong> f\u00fcr ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot als <strong>wirksam<\/strong> und <strong>nicht unverbindlich<\/strong> angesehen und mit dieser Begr\u00fcndung eine auf Zahlung von Karenzentsch\u00e4digung gerichtete Klage des Arbeitnehmers auch letztinstanzlich abgewiesen (Urteil vom 19.12.2018 \u2013 10 AZR 130\/18, <em>ArbRB Online<\/em>).Entscheidend f\u00fcr die Wirksamkeit ist, dass das Recht des Arbeitgebers, vom Arbeitnehmer die Einhaltung des als Vorvertrag vereinbarten Wettbewerbsverbots zu verlangen, zeitlich beschr\u00e4nkt wird. Im konkreten Fall war vereinbart, dass das Verlangen nur so lange gestellt werden konnte, wie der Arbeitsvertrag nicht von einer Vertragspartei gek\u00fcndigt wurde. Damit hat das BAG eine Abgrenzung zu einer fr\u00fcheren Entscheidung vorgenommen (BAG vom 14.7.2010 \u2013 10 AZR 291\/09, <a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/suche?q=%5B%7B%22txt%22:%22pubyear:2010%22%7D,%7B%22txt%22:%22source_page:363%22%7D,%7B%22txt%22:%22all_source_2:arbrb%22%7D%20%5D\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">ArbRB 2010, 363<\/a>).<\/p>\n<p><em>RA FAArbR Axel Groeger, Bonn<\/em><br \/>\n<em>www.redeker.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einem Hinweisbeschluss des OLG M\u00fcnchen zufolge sind viele nachvertragliche Wettbewerbsverbote mit Fremdgesch\u00e4ftsf\u00fchrern unwirksam (OLG M\u00fcnchen vom 2.8.2018 \u2013 7 U 2107\/18, ArbRB online). 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