{"id":3715,"date":"2016-11-07T13:22:18","date_gmt":"2016-11-07T12:22:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.arbrb.de\/blog\/?p=3715"},"modified":"2016-11-23T09:24:15","modified_gmt":"2016-11-23T08:24:15","slug":"bundesarbeitsgericht-meets-generation-y","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/2016\/11\/07\/bundesarbeitsgericht-meets-generation-y\/","title":{"rendered":"Bundesarbeitsgericht meets Generation Y!"},"content":{"rendered":"<p><em>&#8222;&#8230;Einfach abends zwischen 18 und 24 Uhr arbeiten und tags\u00fcber Kinder versorgen, geht nicht. Die Versuchung zur Selbstausbeutung ist riesig. Es gibt menschliche Grundbed\u00fcrfnisse, die bei aller Digitalisierung mitbeachtet werden m\u00fcssen.&#8220;<\/em> Dies \u00e4u\u00dferte die Pr\u00e4sidentin des Bundesarbeitsgerichts Ingrid Schmidt in einem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/bag-praesidentin-ingrid-schmidt-menschen-nicht-wie-maschinen-behandeln-a-1117563.html\" target=\"_blank\">Interview mit Spiegel Online<\/a> zu Fragen der Digitalisierung.<\/p>\n<p>Gleichzeitig waren vor kurzem im Fernsehen aber auch in\u00a0anderen Medien im Rahmen der <a href=\"http:\/\/www.ard.de\/home\/themenwoche\/ARD_Themenwoche_2016_Zukunft_der_Arbeit\/3234726\/index.html\" target=\"_blank\">ARD-Themenwoche zur \u201eZukunft der Arbeit\u201c<\/a> diverse Berichte zur \u201eGeneration Y\u201c zu sehen bzw. lesen. Vielfach wird dort Flexibilit\u00e4t des Arbeitgebers gefordert. Gerade die M\u00f6glichkeit, morgens zu arbeiten, anschlie\u00dfend Kinder zu betreuen oder anderen privaten Belangen nachzugehen und am Abend nochmals Arbeitsaufgaben zu erf\u00fcllen, wird als sinnvoll angesehen.<\/p>\n<p>Diese Flexibilit\u00e4t wird den Eltern aber durch die gegenw\u00e4rtigen Regeln des Arbeitszeitrechts und dort insbesondere durch die einzuhaltenden Ruhezeiten genommen. Wenn Arbeitnehmer tags\u00fcber auch Kinder betreuen wollen, werden sie letztendlich in eine Teilzeitt\u00e4tigkeit gezwungen, denn das gegenw\u00e4rtige Arbeitszeitrecht erlaubt kein flexibles Arbeiten am Vormittag und am Abend. Wenn aber heute der Arbeitnehmer acht Stunden gearbeitet hat und anschlie\u00dfend bis Mitternacht anstrengenden privaten Belangen nachgeht, so ist dies arbeitszeitrechtlich nicht zu beanstanden. Hier ist er letztendlich ebenso belastet wie in dem Beispiel von Frau Schmidt.<\/p>\n<p>W\u00e4re es im Hinblick auf die erkennbaren W\u00fcnsche der zuk\u00fcnftigen Arbeitnehmer nicht sinnvoll, diesen Widerspruch aufzul\u00f6sen?<\/p>\n<p><em>RA FAArbR Dr. Stefan Sasse, Magdeburg<\/em><br \/>\n<em>www.goehmann.de<\/em><\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion:<\/strong> Inzwischen erw\u00e4gt auch\u00a0Bundesarbeitsministerin Nahles eine Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts. Hierzu sei auf den\u00a0<a href=\"http:\/\/www.arbrb.de\/blog\/2016\/11\/18\/nahles-arbeitszeitflexibilitaet-nur-bei-tarifbindung\/\" target=\"_blank\">Blog-Beitrag von Dr. Detlef Grimm vom 18.11.2016<\/a> verwiesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;&#8230;Einfach abends zwischen 18 und 24 Uhr arbeiten und tags\u00fcber Kinder versorgen, geht nicht. Die Versuchung zur Selbstausbeutung ist riesig. Es gibt menschliche Grundbed\u00fcrfnisse, die bei aller Digitalisierung mitbeachtet werden m\u00fcssen.&#8220; Dies \u00e4u\u00dferte die Pr\u00e4sidentin des Bundesarbeitsgerichts Ingrid Schmidt in einem Interview mit Spiegel Online zu Fragen der Digitalisierung. Gleichzeitig waren vor kurzem im Fernsehen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":227,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[27],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3715"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/227"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3715"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3715\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3743,"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3715\/revisions\/3743"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3715"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3715"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbrb.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}