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Bericht der Bundesregierung: Mehr Wegeunfälle und krankheitsbedingte Fehltage, aber weniger tödliche Arbeitsunfälle

2016 sind weniger Menschen bei Arbeits- oder Wegeunfällen tödlich verunglückt. Es gab insgesamt 85 weniger Todesfälle als 2015. Das geht aus dem Bericht zur Entwicklung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit der Bundesregierung hervor. Die Bundesregierung hat gem. § 25 Abs. 1 SGB VII den Auftrag, jährlich einen Bericht vorzulegen.

Zahl der Arbeitsunfälle
2016 wurden rund 959.000 Arbeitsunfälle gemeldet. Das sind zwar 14.000 mehr als im Vorjahr. Allerdings stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 1 Million an, so dass die Unfallhäufigkeit leicht um 0,1 Prozent gefallen ist.
Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle sank von 605 (2015) auf 557 (2016). Damit ist ein neuer Tiefststand erreicht.

Wegeunfälle nahmen zu
2016 erlitten mehr Menschen als 2015 einen sog. Wegeunfall auf dem Weg zur Arbeit oder zurück. Die Zahl stieg um ca. 7.100 Fälle auf rund 188.400. Aber auch hier sank die Zahl der tödlichen Unfälle.

Mehr Berufskrankheiten anerkannt
Es wurden 2016 etwa 80.100 Fälle mit Verdacht auf eine Berufskrankheit und damit 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr angezeigt. Die meisten Fälle betrafen wie 2015 Hautkrankheiten (rund 22.900) und Lärmschwerhörigkeit (rund 12.800). Es wurden rund 22.300 Fälle und damit rund 4.300 mehr als 2015 anerkannt. Zusätzlich gibt es mehr Rentenfälle (rund 5.500) und mehr Todesfälle durch Berufskrankheit (rund 2.600).

Krankheitsbedingte Fehlzeiten
2016 war jeder Beschäftigte 12,0 Tage krank (2015: 11,7). Der häufigste Grund waren dabei Krankheiten des Kreislaufsystems und psychische Erkrankungen. Der Bund, die Länder und die Unfallversicherungsträger haben sich, um die Vorsorge künftig zu stärken, dazu verpflichtet ihre Präventionspolitik miteinander abzustimmen.

Rentenalter bei Männern und Frauen gleich geblieben
Das durchschnittliche Rentenalter ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern im Vergleich zu 2015 ungefähr gleich geblieben. Frauen gehen im Durchschnitt mit 64,2 Jahren, Männer mit 63,9 Jahren in Altersrente. Das durchschnittliche Erwerbsminderungsrentenalter änderte sich auch nicht. Es liegt für Frauen bei 51,2 Jahren und für Männer bei 52,1 Jahren. Die häufigste Ursache für Frühverrentungen sind weiterhin psychische Erkrankungen. Sie machen einen Anteil von 43,1 Prozent aus.

Linkhinweis:
Für die auf den Webseiten der Bundesregierung veröffentlichte Pressemitteilung klicken Sie bitte hier.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 14.12.2017 12:24
Quelle: Bundesregierung online

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